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Der Einsatz von BiOptics im Straßenverkehr auch in Deutschland und anderen Ländern der EU?

 

Bundesrepublik DeutschlandIn unserer heutigen Gesellschaft ist Mobilität ein wesentlicher Faktor der sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Lebens umfasst und prägt. Diese Vorraussetzung macht es unumgänglich sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Daraus ergibt sich, dass der Führerschein für die meisten Menschen eine selbstverständliche und notwendige Vorraussetzung ist um diese Anforderung der Gesellschaft  zu erfüllen. Sehbehinderten Menschen ist es oft nicht erlaubt am Straßenverkehr teilzunehmen, wodurch ihre persönliche Entfaltung stark eingeschränkt wird. Die heutigen technischen Möglichkeiten machen es im Rahmen der gesetzlichen Vertretbarkeit möglich dies zu ändern.

 

Als Beispiel hierfür dienen die USA, in denen rund 15 000 sehbehinderte Menschen mit dem Einsatz von sogenannten "BiOptics" legal und sicher am Straßenverkehr teilnehmen. In Kanada und Australien ist dies ebenfalls möglich. In anderen Ländern wie Südafrika, Indien, Italien, der Türkei und den Niederlanden laufen derzeit Untersuchungen und Projekte, die von wissenschaftlicher Seite unterstützt werden, um BiOptic Driving zu legalisieren.  Weitere Staaten besonders auch europäische werden diesem Beispiel folgen, da es zur Zeit kein Gesetz innerhalb Europas gibt, welches den Einsatz von BiOptics im Straßenverkehr regelt.

 

Was sind BiOptics?
 

BiOptics sind vor oder in einem Brillenglas installierte Teleskop Okulare mit den Vergrößerungen von 2x, 2,5x, 3x, 4x, 6x und weiteren.  In Deutschland sind diese Systeme als Fernrohrbrillen bekannt, wobei die Systeme aus den USA speziell für diesen Zweck entwickelt wurden und somit kleiner und leichter sind.


Das System VES Autofocus der Firma Ocutech funktioniert wie eine Kamera mit Autofocus bei einer Vergrößerung von 3x, 4x oder 8x.

 

Fahren mit BiOptics

 

Vorerst muss darauf hingewiesen werden, dass nicht alle sehbehinderte Menschen mit BiOptics am Straßenverkehr teilnehmen können, da es bestimmte Mindestanforderungen geben wird die von den Betroffenen zu erfüllen sind.

Die einzelnen Punkte dieser Restriktionen sind allerdings noch nicht bekannt und können nur spekulativ angenommen werden.

 

In den USA gelten folgende Anforderungen an das Sehvermögen bei der Verwendung von BiOptics:

 

 

 

 

  • eine Mindestsehstärke von 20/40 (0,5) beim Einsatz von BiOptics

  • eine Sehstärke von 20/50 – 20/200 (0,4-0,1) im weniger geschädigten Auge, bei der Verwendung üblicher Brillengläser oder Kontaktlinsen

  • ein horizontales Sichtfeld von wenigstens 120 Grad für das weniger geschädigte Auge, welches für die Festlegung der Sehstärke maßgeblich ist.

  • der Gesamtzustand der Augen muss stabil sein

  • die Fähigkeit Farben zu unterscheiden muss gegeben sein

  • ebenso die Fähigkeit einzelne Objekte mit den Augen verfolgen zu können

Das führen eines Fahrzeugs beim Einsatz von BiOptics setzt sich aus einer Kombination des normalen Sichtfeldes für den Nahbereich und der Sicht durch das BiOptic für den Fernbereich zusammen. Es bedarf einigem Training und Übung diese Fahrweise sicher und sinnvoll zu beherrschen.

 

Um eine MS PowerPoint Präsentation von Dr. Kelleher über die maßgeblichen Aspekte im Hinblick auf das Fahren eines Fahrzeugs unter dem Einsatz von BTS anzusehen, klicken Sie bitte hier.

 

Auszug aus der FeV

 

Nach der deutschen Fahrerlaubnisverordnung (FeV) gelten folgende Anforderungen

an das Sehvermögen zum Führen von Fahrzeugen der Klassen A, A1, B, BE, M, L, T

 

  • Der Sehtest nach § 12 Abs.2 ist bestanden wenn die zentrale Tagessehschärfe mit oder ohne Sehhilfen rechts und links 0,7  (20/28,6) beträgt.

Bei nicht bestehen des Sehtestes ist eine Untersuchung durch einen Augenarzt durchzuführen bei der folgende Mindestanforderungen gelten:

 

Fehlsichtigkeiten müssen  soweit möglich und verträglich  korrigiert werden.  Dabei dürfen folgende Sehschärfenwerte nicht unterschritten werden:
Bei Beidäugigkeit:

  • Sehschärfe des besseren Auges oder beidäugige Gesamtsehschärfe: 0,5 Sehschärfe des schlechteren Auges: 0,2
    Bei Einäugigkeit (d.h. Sehschärfe des schlechteren Auges unter 0,2): 0,6

Außerdem gelten folgende weitere Anforderungen:

  • Bei Beidäugigkeit sind Augenzittern sowie Schielen ohne Doppeltsehen in zentralem Blickfeld bei normaler Kopfhaltung zulässig. Doppeltsehen außerhalb eines zentralen Blickfeldbereichs von 20 Grad im Durchmesser ist zulässig.

  • Bei Einäugigkeit normale Beweglichkeit des funktionstüchtigen Auges.

Aufgrund der bestehenden gesetzlichen Vorgaben der Fahrerlaubnisverordnung ist davon auszugehen, dass bei einem Einsatz von BiOptics im Straßenverkehr ein Visus von mindestens 0,7 bei der betroffenen Person mit dem BiOptic erreicht werden muss um eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu gewährleisten.


Dabei wird die maximal zulässige Vergrößerung wahrscheinlich bei 6x liegen um ein noch ausreichendes Sichtfeld durch das BiOptic zu ermöglichen.
 

Bei Fragen Anregungen und Interesse wenden Sie sich bitte an die entsprechende Kontaktadresse oder nutzen das Webboard von BiOptic-Driving-Network.

 

Bitte schicken Sie uns auch dann eine email, sofern Sie jemanden kennen, der Interesse daran hat, in ihrem Land an der Verbreitung und der Akzeptanz von BiOptics als Hilfe zur aktiven Teilnahme im Straßenverkehr beizutragen bzw. als Akademiker oder aus fachlichem Interesse an weiteren Informationen zum Thema interessiert sind.

 

Weitere Links/Adressen:

 

Kraftfartbundesamt Fordestrasse 16 Postfach 2063 D-2390 Flensburg Germany

 

EUROPA > Europäische Kommission > Verkehr > Der Führerschein

 

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Driving With Confidence - A practical guide to driving with low vision, by Dr Eli Peli [ & Doron Peli  [Dr Eli Peli is also a member of our informal academic group]


ISBN 981-02-4704-4 £19

ISBN 981-02-4705-2 [pbk] £12

 

 

 

   

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